Sonntag, 10. Februar 2019

Im Universum


„Hab keine Angst vor dem, was du bist“, singt der Rapper Curse und diese Liedzeile trifft mich, weil sie mich betrifft.
Ich schau mich um und lerne, wie wichtig es ist, zu mir zu stehen. Denn dort, wo ich wirklich bin, ist das ganze Universum, ist Gott. Verleugne ich mich mit meinen Fähigkeiten, verleugne ich die Kraft des Schöpfers, wie auch immer er/sie genannt wird. Das macht mich klein, reduziert mich auf einen Körper, der so nichtig ist, dass er, kaum geboren, bereits wieder dem Zerfall zufällt.
Nur Energie bleibt, wandelt sich und schwingt unendlich.

Auflösung


Ich rufe blind in die Welt hinaus, schicke Bilder aus Worten, ohne zu wissen, bei wem sie anklingen werden. Doch die Welt, in die ich rufe, ist meine eigene. So wird es unwichtig, ob ein Rückruf ertönt. All mein Schreiben ist nur dafür gedacht, in mir selbst Klänge zu erzeugen, die mich daran erinnern, wer ich bin. Sie wollen mich durchschwingen, auf dass ich mich endlich beschwingt fühle und meinen Flügeln vertrau.
Die werden mich dann in, bislang unerschwingliche, Weiten tragen, in denen ich mich erlöst auflösen kann.